Mein Baby & ich

Akut & vorbeugend:
Hilfs- und Hausmittel gegen Baby-Blähungen

So kannst du deinem Baby helfen

Dein Baby schreit aus vollem Hals, zieht immer wieder seine Beinchen an. Sein Gesicht ist hochrot, der Bauch hart und angespannt. Leidet dein Kind unter Säuglingsblähungen, ist dein erster Instinkt: Wie kann ich die Schmerzen lindern?

Natürlich ist jedes Neugeborene anders, deshalb gibt es kein Patentrezept, das bei jedem Baby funktioniert. Aber du kannst auf eine ganze Reihe von Möglichkeiten zurückgreifen, um die für euch passende Hilfe gegen Blähungen zu finden.

Was du im Akutfall tun kannst

Trotz aller Individualität gilt: Das Gefühl von Nähe tut gut. Deshalb solltest du dein Baby so oft und so lange tragen wie möglich. Dabei kannst du es einfach im Arm halten oder mit einem Tuch eng am Körper tragen – der Körperkontakt, die Wärme und dein Herzschlag wirken beruhigend und schenken Geborgenheit.

Klassiker: Der Fliegergriff

Zum Thema Tragen gehört auch der sogenannte Fliegergriff. Dein Baby liegt dabei mit dem Bauch nach unten sicher auf deinem Unterarm – wie ein kleines Flugzeug. Das Köpfchen kannst du entweder in der Armbeuge oder in deiner Hand positionieren, je nachdem, wie es dem kleinen Flieger am besten gefällt. Diese Stellung erleichtert es deinem Kind, verschluckte Luft wieder loszuwerden.

Entspannung über die Ohren

Monotone Geräusche können deinem Baby dabei helfen, sich zu beruhigen. Beliebt sind hier zum Beispiel Spieluhren oder Schlafgeräusche-Apps. Je entspannter dein Baby ist, desto besser können sich die schmerzhaften Blähungen lösen; sorge also für eine möglichst entspannte Umgebung ohne ablenkende Reize.

Wärme tut gut

Vielleicht kennst du es aus eigener Erfahrung: Wärme ist bei Bauchschmerzen sehr angenehm. Das gilt für dein Baby genauso wie für dich: Ein kleines Wärmekissen, zum Beispiel gefüllt mit Kirschkernen oder Getreidekörnern, kann die Schmerzen lindern. Dabei auf eine angenehme Temperatur achten und nicht zu stark erwärmen.

Bauchmassage: Wellness für dein Baby

Um Blähungen sozusagen manuell zu lösen, kannst du den Bauch deines Babys sanft massieren. Dafür nutzt du am besten ein paar Tropfen Kümmelöl und bewegst Zeige- und Mittelfinger mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel deines Babys. Auch eine Fußmassage kann Linderung verschaffen, denn sie trägt zur allgemeinen Entspannung bei.

Sanfte Hilfe auch aus der Apotheke

Ergänzend zu den klassischen Hausmitteln lindern Tropfen wie Velgastin® Blähungen Suspension Blähungen und Bauchschmerzen, indem sie die übermäßigen Luftblasen im Magen-Darm-Trakt auflösen. Die Luft kann so auf natürlichem Weg entweichen und der Druck im Bauch wird gelindert.

Blähungen vorbeugen: Geht das?

Warum Blähungen entstehen, kann verschiedene Gründe haben. Leider gibt es kein Patentrezept, mit dem sie sich sicher vermeiden lassen. Aber um dazu beizutragen, dass dein Baby möglichst wenig Luft schluckt, kannst du zum Beispiel auf folgendes achten:

  • Lass dein Baby während und nach dem Füttern ein Bäuerchen machen.
  • Um Luftschlucken beim Trinken zu vermeiden, sollte der Mund deines Babys die Brustwarze bzw. den Sauger der Flasche stets richtig umschließen.
  • Blasenbildung vermeiden: Lass das Milchfläschchen nach dem Schütteln kurz stehen, bis sich die Blasen aufgelöst haben.

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