Mein Baby & ich

Mein Baby schreit - wann sollte ich zum Arzt gehen?

Hungrig, müde oder steckt doch mehr dahinter?

Schreien ist bei Babys ganz normal. Meist will nur die Windel gewechselt werden oder der Hunger macht sich bemerkbar. Auch Blähungen können ein lästiger und schmerzhafter, aber harmloser Grund sein. Wenn der Nachwuchs gar nicht mehr mit dem Schreien aufhört, ist das zwar sehr belastend, aber meist kein Grund zur Sorge. Wann doch ein Besuch beim Kinderarzt ratsam ist, erfährst du hier.

Die Sprache der Babys: Schreien

Die erste Zeit mit deinem kleinen Schützling ist besonders aufregend. Du möchtest alles richtig machen - auf keinen Fall soll dem Kleinen etwas fehlen. Keine Sorge, in der Regel teilt dir dein Nachwuchs immer direkt mit, was er braucht. Denn bereits kurz nach der Geburt beginnen Babys durch Laute und Gesten ihre Bedürfnisse zu kommunizieren. Das Schreien ist hier die wichtigste und nachdrücklichste Form der Neugeborenen, um auf sich aufmerksam zu machen. Es ist so etwas wie die Universalsprache der Babys.

Warum schreit mein Baby?

Es kann viele Gründe geben, warum dein kleiner Liebling durch seine Schreie auf sich aufmerksam machen will - Hunger, volle Windel, zu warm, zu kalt. Oft haben Neugeborene in den ersten Monaten ihres Lebens auch einfach Probleme, in den erholsamen und notwendigen Schlaf zu finden. Zu wenig Schlaf bedeutet Stress, Unruhe und Reizüberflutung - und jede Menge Weinen und Quengeln.

Kommen zum lauten Schreien noch geballte Fäuste und angezogene Beinchen hinzu, können womöglich auch Bauchschmerzen und Blähungen dahinterstecken. Da sich das Verdauungssystem des Säuglings erst noch richtig entwickeln muss, treten solche Beschwerden in den ersten Lebensmonaten leider relativ häufig auf. Dem gestressten Babyblähbauch können dann natürliche Hausmittel und sanfte Medikamente aus der Apotheke helfen, wie Velgastin®.

Wie viel Schreien ist normal?

In den ersten Wochen schreit dein Neugeborenes sehr häufig. Im Durchschnitt etwa 30 Minuten täglich, es können aber auch schonmal bis zu zwei Stunden am Tag werden. In dieser Lebensphase ist das jedoch normal und legt sich in der Regel, wenn die Kleinen älter werden.

Wenn dein Kind täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen in der Woche über mehr als drei Wochen aus unklaren Gründen schreit und sich kaum beruhigen lässt, sprechen Kinderärzte von einem Schreibaby. Solche Schreiattacken treten meist am späten Nachmittag oder in den Abendstunden auf. Das kann jungen Eltern besonders viel Sorgen bereiten.

Ist mein Baby ein Schreibaby?

Bei den sogenannten Schreibabys vermuten Experten eine Regulationsstörung. Was im ersten Moment dramatisch klingt, bedeutet aber eigentlich nur, dass die Kleinen noch nicht gelernt haben, sich von selbst zu beruhigen.

Solche Schreiperioden sind in der Regel nichts Schlimmes und können bei jedem Baby auftreten. In diesen Phasen sind eine positive Einstellung und Durchhaltevermögen besonders gefragt - auch wenn es oft schwerfällt. Auch wenn es die Situation nicht unbedingt erleichtert, ist es dennoch gut zu wissen, dass das übermäßige Schreien des Kindes meist bis zum vierten oder fünften Lebensmonat von allein wieder aufhört.

Falls du trotzdem gerne einen Rat oder Hilfe hättest, kann dir dein Kinderarzt Anlaufstellen zur Unterstützung von Eltern mit Schreibabys empfehlen, wie beispielsweise Schreiambulanzen oder spezielle Beratungsstellen. Auch die Nachsorge durch eine Hebamme, auf die jede frischgebackene Mama bis zur zwölften Woche nach der Geburt Anspruch hat, kann entlasten. Die Hebamme ist bei vielen Sorgen und Problemen eine wichtige, persönliche Stütze. Ebenso findest du online zahlreiche Informationsangebote wie schreibaby.de, eine Infoseite von Eltern für Eltern mit Schreibabys.

Wann sollte ich zum Arzt?

Nach einiger Zeit kannst du selbst am besten einschätzen, wie viel Schreien bei deinem Baby normal ist. Doch mehr Schreien muss nicht unbedingt gleich bedeuten, dass dem Kleinen etwas fehlt. Sollte es aber ungewöhnlich lange andauern, zögere nicht, deinen Kinderarzt aufzusuchen. Ein Besuch ist vor allem sinnvoll, wenn

  • dir das Verhalten deines Babys neben dem übermäßigen Schreien ungewöhnlich vorkommt.
  • es Probleme mit dem Schlafen, Füttern oder dem Stuhlgang hat.
  • es auffallend müde und teilnahmslos wirkt.
  • weitere Symptome wie Ausschlag, Erbrechen, Husten oder Fieber hinzukommen.

Wenn du dir unsicher bist, dann lieber einmal mehr beim Arzt, der Hebamme oder im Familien- und Freundeskreis nachfragen. Aber in der Regel kannst du auf deine Instinkte und dein Bauchgefühl vertrauen, denn die täuschen dich meistens nicht.


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